
Der Ozean in mir
„Du bist nicht die Welle – Du bist der Ozean!“
Ein Satz aus der Transzendentalen Meditation.
Der Ozean also in mir … Ich bin das Meer mit seiner Tiefe, Weite und Unendlichkeit.
Die Wellen sind meine Gefühle – sie kommen und gehen. Manchmal sind sie stürmisch, aufgewühlt, bedrohlich. Ein anderes Mal ist jede Welle verebbt und schwappt ruhig an Land.
An Land – am Strand – finden wir all die Schätze, die die Wellen aus dem Grund des Meeres heraufspülen.
Hier in der Normandie gibt es jede Menge Muscheln.
An Land spült das Meer bei Flut die Küstensteilhänge frei von versteinerten Lebewesen aus Urzeiten. Die tonige Erde wird herausgespült, ganze Teile der Küste brechen ab. Das Meer holt sich bei Ebbe und Flut immer wieder alles zurück. Ein ewiger Kreislauf von Anspülen und Wegspülen.
Wäre es nicht schön, das eigene Leben einmal genau so zu betrachten?
Werden und Vergehen – Aufbauen und Abbauen – stürmische Zeiten und sonnige Zeiten. Es wird gegeben und wieder genommen.
Was aber immer bleibt, ist der Ozean mit seiner Weite, die sich schon nach einigen Wellen wieder in aller Ruhe ausbreitet.
Ruhe in mir breitet sich hier im Kontakt mit Ebbe und Flut, mit dem Wellenrauschen aus. Zeit wird völlig relativ.
Wie gerne möchte ich dieses Bild mit nach Hause nehmen …
Wenn der Alltag wieder seinen Takt vorgibt, will ich der Ozean sein, der mich bei allem Tun und bei allen Terminen ruhig und beständig in Bewegung hält.