
Was knospt unter den Blättern?
Ein herbstlicher Impuls zum Innehalten und Entdecken.
Es knospt
unter den Blättern.
Sie nennen es
Herbst.
— Hilde Domin
Ja, er ist da, der Herbst.
Nach einem Sommer voller Sonne, hoffentlich auch mit wunderbaren Urlaubstagen, guten Gesprächen und Momenten der Leichtigkeit, beginnt eine andere Zeit. Die Tage werden kürzer, die Natur verändert ihr Gesicht. Was eben noch in voller Pracht geleuchtet hat, zieht sich langsam zurück.
Es wird stiller – draußen und vielleicht auch in uns.
Wieder bei sich selbst ankommen
Im Sommer sind wir häufig mit dem Außen beschäftigt. Wir sind unterwegs, begegnen Menschen, sammeln Eindrücke und erleben Neues. Wir genießen die Fülle des Lebens.
Und manchmal verlieren wir uns dabei ein wenig aus dem Blick.
Was bewegt mich gerade? Was klingt in mir nach? Welche Gefühle sind da, auch wenn ich ihnen im Alltag wenig Aufmerksamkeit schenke? Und was brauche ich eigentlich?
Der Herbst lädt uns ein, langsamer zu werden und wieder genauer hinzuspüren. Nicht, um etwas an uns zu verändern oder zu verbessern. Sondern um wahrzunehmen, was bereits da ist.
Denn unsere Gefühle sind mehr als flüchtige Begleiter. Sie können uns Hinweise geben auf das, was uns wichtig ist, was uns berührt und wonach wir uns sehnen.
Manchmal zeigen sie uns auch, dass etwas in unserem Leben Raum braucht. Dass eine Frage noch offen ist. Oder dass etwas Neues in uns wachsen möchte.
Die eigene innere Landkarte entdecken
Stell dir vor, du könntest deine innere Welt wie eine Landschaft erkunden.
Vielleicht gibt es vertraute Wege, auf denen du dich gut auskennst. Du weißt, was dir wichtig ist, kannst deine Gefühle wahrnehmen und findest einen guten Umgang mit ihnen.
An anderen Stellen gibt es vielleicht unbekanntes Gelände. Bereiche, die du bisher wenig beachtet hast. Neue Wege, die du entdecken könntest – ohne Eile und ganz in deinem eigenen Tempo.
Eine solche innere Landkarte ist nicht ein für alle Mal festgelegt. Sie verändert sich mit unseren Erfahrungen, unseren Begegnungen und den Fragen, die das Leben an uns stellt.
Sich selbst besser kennenzulernen bedeutet nicht, sich zu bewerten. Es bedeutet, neugierig auf sich selbst zu werden.
Eine kleine Einladung an dich
Hast du Lust, deine eigene innere Landkarte ein wenig zu erkunden?
Auf meiner Homepage findest du den Selbsttest „Meine innere Landkarte“. Er lädt dich dazu ein, fünf Bereiche deiner emotionalen Welt in den Blick zu nehmen: Wahrnehmen, innere Ausrichtung, mit Gefühlen umgehen, Empathie und Beziehung.
Du erhältst eine persönliche Rückmeldung dazu, welche Bereiche dir möglicherweise schon vertraut sind und wo sich neue Entdeckungsräume öffnen könnten.
Nicht als Prüfung und nicht als Urteil. Vielmehr als ein kleiner Anstoß, dich selbst aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Hier geht es zum Selbsttest „Meine innere Landkarte“
Vielleicht nimmst du dir danach einen ruhigen Moment und fragst dich:
Was habe ich über mich entdeckt? Was möchte ich in nächster Zeit aufmerksamer wahrnehmen?
Du musst daraus nichts machen. Manchmal genügt es, eine Frage mit in den Tag zu nehmen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.
Was möchte in dir knospen?
Vielleicht ist der Herbst nicht nur eine Zeit des Loslassens und des Rückzugs. Vielleicht trägt er auch schon den Anfang von etwas Neuem in sich.
Wie bei den Knospen, die wir noch nicht sehen können, muss auch in uns nicht alles sofort sichtbar oder fertig sein.
Manches darf ruhen. Manches darf sich entfalten. Und manches wartet einfach darauf, dass wir ihm Aufmerksamkeit schenken.
Ich wünsche dir einen Herbst mit Momenten der Ruhe, mit freundlichen Begegnungen mit dir selbst und mit der einen oder anderen überraschenden Entdeckung.
Herzlich,
Karin
Atelier Sinneswerk
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